Alkoholkonsum-Kontrollposten aufzubauen, Verwaltungskontrollen ausgerechnet an Erdrutsch-Felswänden im Hochland durchzuführen und das dann „Aufrechterhaltung der Ordnung“ zu nennen – das klingt ungefähr so, als würde man eine Mäusefalle als „ökologisches Forschungsprojekt“ bewerben. Das ist die aufgerüstete Version des „Passes am Tor“: Man nutzt unwegsames Gelände als Zwangsbarriere, verwandelt die einzige Durchgangsstraße in eine Druckerpresse für Bußgeldbescheide. Dort, wo „ein Mann den Pass hält und zehntausend kaum durchkommen“, haben arme Leute keine Wahl: auf der einen Seite der Abgrund, auf der anderen Felsen – und vorn tritt aus dem Gebüsch eine Formation hervor, als wären es Kommandosoldaten. Nicht um jemanden vor einem Unfall zu retten, sondern um sicherzustellen, dass … niemand den Vorgaben entkommt.

Warum richtet man solche Posten nicht an flachen Provinzstraßen ein? Weil man dort noch wenden kann. Im Gebirge hingegen werden klapprige Fahrzeuge, beladen mit Reis, mit Holz, in die Lage gedrängt: „Wer einmal losgefahren ist, muss zahlen.“ Plötzlich wiegt das Protokoll schwerer als ein Sack Mais, und das „Brot“ wird zum Opfer, das dem schwebenden Haushalt dargebracht wird. Milliardenprojekte schleppen sich dahin wie die Feldsaison – doch die Jagd auf den Atem eines Radfahrers geht blitzschnell: stählerne Disziplin genau dort, wo sich am leichtesten kassieren lässt.
„Sich aufrichten“ nennt man das gern – das klingt heroisch. Doch vom steinigen Hang aus sieht man nur Menschen, die sich „krümmen“. Wenn eine Regierung die Armen als Hinterhalt-Ziel betrachtet, dann ist der „Geländevorteil“ der Berge und Wälder keine Stärke mehr, sondern ein Trauma: Hinter jeder Kurve lauert die nächste Erinnerung daran, dass das Recht manchmal nur ein Stock ist, der sich den Rücken der Schwachen aussucht, um zuzuschlagen.










